„Es gibt Matten", sagte Martina, „die nach einem ganz anderen Prinzip funktionieren, vollständig ohne Gel und ohne Kältespeicher, der sich nach zwanzig Minuten aufbraucht. Ich habe genau so eine bei Fell-Luxus gefunden. Sie heißt Doggo-Sommermatte und sie hat Finn und mir im Sommer echt geholfen."
Ich war neugierig geworden und hörte ihr genau zu.
„Es ist ein wärmeableitendes Funktionsgewebe, ein Material, das Körperwärme besonders schnell nach außen transportiert. Nicht weil es von Natur aus kalt ist, sondern weil das Gewebe so aufgebaut ist, dass es Wärme schneller ableitet als sie sich anstauen kann."
Sie machte eine kurze Pause und fuhr dann fort: „Stell dir kühle Fliesen vor. Die werden nicht kalt, weil sie so eine Temperatur haben sie fühlen sich kühl an, weil sie die Wärme aus deiner Hand sehr schnell weiterleiten, schneller als deine Hand sie nachproduziert. Die Doggo-Sommermatte funktioniert nach demselben Prinzip, nur weicher und angenehmer."
„Aber hört das irgendwann auf zu kühlen?"
„Deutlich länger als Gelmatten auf jeden Fall", sagte sie. „Bei vielen Gelmatten lässt die anfängliche Kühlwirkung nach einiger Zeit nach. Dieses Material hat keinen Kältespeicher, der sich aufbraucht. Solange das Gewebe kühler ist als der Hund, leitet es weiter ab. Bei normalen Raumtemperaturen hält das deutlich länger durch als bei den meisten Gelmatte.". Wenn Finn sich darauf legt, kann das Gewebe seine Körperwärme aufnehmen und weiterleiten. Steht er auf, endet dieser Effekt. Das war es."
Ich dachte an all die Male, in denen Bruno nach einer halben Stunde aufgestanden und auf die Fliesen gegangen war. Er hatte instinktiv genau das gesucht, eine Oberfläche gesucht, die seine Wärme ableitet, ohne aufzuhören. Die Fliesen geben ihm ein bisschen davon, aber sie sind halt Fliesen: hart, kalt und kein wirklich angenehmer Liegeplatz, zumindest nicht auf Dauer. Was er gebraucht hatte, war dasselbe Prinzip, nur in bequem.
„Und Finn geht drauf?", fragte ich.
„Er hat sich von Anfang an draufgelegt", sagte sie. „Das Material fühlt sich anders an als Gelmatten, weich, sanft, eher wie eine kühle, weiche Fläche. Finn hat es einmal beschnuppert und sich dann einfach hingelegt."
Dann sagte sie noch etwas, das mich besonders überraschte. „Das Beste daran ist eigentlich, dass sie alle deine Kriterien erfüllt. Sie kommt vollständig ohne Gel aus, da das Material auf einem speziellen Funktionsgewebe basiert. Sie hat keine Elektronik, die im Sommer selbst warm wird oder kaputt gehen kann. Du kannst sie einfach in die Waschmaschine werfen, weil da nichts drin ist, was das nicht überstehen würde und sie lässt sich gut zusammenfalten und ins Auto legen, wenn man mal unterwegs ist."
Ich nickte. Das klang nach genau dem, was ich all die Sommer gesucht und nie gefunden hatte.
„Und weißt du was", sagte Martina und lachte kurz auf, „Es wird noch besser.
Bei Fell-Luxus gibt es da noch die Doggo-Unterfellbürste kostenlos dazu. Gerade für Finn ist das ein Riesenunterschied." Sie strich sich kurz durch die Haare und überlegte, wie sie es erklären soll. „Golden Retriever haben dieses dichte Unterfell, das im Sommer kaum Luft durchlässt. Das sitzt eng am Körper, wie eine Schicht, die die Wärme direkt an der Haut hält. Die Bürste kommt da ran, wo die meisten Bürsten nicht hinkommen und löst das lose Unterfell heraus.. Wenn dieses Unterfell weg ist, zirkuliert die Luft wieder besser und die Wärme staut sich nicht mehr so stark an der Haut."
„Das heißt, das Bürsten selbst kühlt ihn schon ein bisschen?", fragte ich.
„Na ja, kühlen im eigentlichen Sinne nicht", sagte sie, „aber es nimmt ihm einen Teil der Last weg, die er sonst die ganze Zeit trägt. Der Körper kann besser regulieren, wenn er nicht unter einer dichten Isolierschicht liegt. Zusammen mit der Doggo-Sommermatte merke ich, dass Finn insgesamt entspannter durch die heißen Tage kommt."
Sie holte ihr Handy heraus und zeigte mir ein Foto von Finn, der auf der Matte mitten im Wohnzimmer lag. Seine Ohren waren entspannt und seine Augen halb geschlossen, in dieser Art wie ein Hund liegt, wenn er wirklich angekommen ist.
Ich fragte sie: „Wann hast du Finn zuletzt so gesehen?"
Sie sagte: „Jeden Abend jetzt."
Ich saß in Martinas Wohnzimmer, trank meinen Drink aus und dachte an Bruno eine Etage drüber.
An den müden Blick auf den Fliesen, an all die schlaflosen Nächte, an das Wissen, dass ich morgens wieder zur Arbeit fahren würde und nicht wissen würde, wie es ihm geht.
Ich fragte Martina, ob sie mir den Link schicken könnte und ich habe die Doggo-Sommermatte noch am selben Abend bei Fell-Luxus bestellt.